Forderungsmanagement & alternative Finanzierung

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Einkaufsfinanzierer

Einkaufsfinanzierung bedeutet - Liquidität, schnell, einfach und bankenunabhängig.

Der Einkauf von Waren erfordert liquide Mittel, wenn das Zahlungsziel des Verkäufers nicht ausreichend ist oder gar Vorkasse verlangt wird. Hier ist Wareneinkaufsfinanzierung (Finetrading) hilfreich.

Neue Liquidität für den Mittelstand durch Einkaufsfinanzierung 

Der klassische Bankkredit ist immer noch die Hauptfinanzierungsquelle für den deutschen Mittelstand.

Bankeninterne und regulatorische Erfordernisse (Basel III) können den Zugang zu Bankkrediten für Unternehmen jedoch einschränken.

Aus dieser Situation heraus hat sich eine neue Spezies von Finanzdienstleistern entwickelt, die sog.

  • Einkaufsfinanzierer | Finetrader

    i.d.Regel bankenunabhänige Anbieter, die Wareneinkaufsfinanzierung/ Einkaufsfinanzierung, oftmals auch Finetrading genannt, anbieten

Eine Studie von Roland Berger Strategy Consultants kommt zu dem Ergebnis, dass in den nächsten Jahren rund 60 Mrd. Euro zur Vorfinanzierung des Umsatzes im deutschen Mittelstand fehlen. Deshalb sind in diesem Umfeld Alternativen zur klassischen Bankfinanzierung für das Wachstum und den unternehmerischen Erfolg entscheidende Faktoren.

Wareneinkaufsfinanzierung | Einkaufsfinanzierung | Finetrading

Wareneinkaufsfinanzierung/ Finetrading genannt beschreibt eine bankenunabhängige Finanzierung für Unternehmen von vorrangig Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens. Aber auch Gegenstände des Anlagevermögens können Unternehmen über diese Finanzierungsform finanzieren und anschaffen.

Der Einkaufsfinanzierer (auch Wareneinkaufsfinanzierer oder Finetrader genannt) wird vom Unternehmen als Einkäufer zwischengeschaltet.

Der Finanzierungseffekt für Unternehmen besteht darin, dass  der Einkaufsfinanzierer die Waren beim Lieferanten unter Skontoausnutzung (falls angeboten) bezahlt und dem Unternehmer seinerseits ein Zahlungsziel von bis zu 120 Tagen einräumt.

Der Zeitraum von bis zu 120 Tagen kann vom Unternehmer zur Finanzierung genutzt werden. Durch schnelle Bezahlung des Lieferanten können Skonto und Rabatte erzielt werden, die die Kosten der Einkaufsfinanzierung dann sogar  kompensieren können.

Der Unternehmer schont seine eigene Liquidität bzw. braucht nicht auf Kreditlinien von Banken oder Sparkassen zurückgreifen, die in der Regel Sicherheiten erfordern. Insbesondere wenn Kreditinstitute Sicherheiten fordern, die  das Privatvermögen des Unternehmers betreffen, sollte diese  Finanzierungsalternative geprüft und erwogen werden.

Ist die Finanzierungslinie erst einmal eingerichtet, kann der Unternehmer flexibel, ähnlich wie mit der KK-Linie, damit arbeiten. Weil die mit Einkaufsfinanzierung bestellten Waren ausschließlich per Streckengeschäft geliefert werden, entstehen dem Unternehmen auch keine Mehrkosten. Der Wareneinkaufsfinanzierer kauft für eine „logische Sekunde“ die zu beschaffenden Vermögensgegenstände an und verkauft diese absprachegemäß an den Unternehmer sofort weiter.

Auch der Lieferant der Waren schätzt dieses Verfahren, weil er seinerseits schnellstmöglich  den Kaufpreis erhält und der Finetrader – Einkaufsfinanzierer – als neuer  Debitor über eine ausgezeichnete Bonität verfügt.

Es gibt in Deutschland eine Vielzahl von Anbietern dieser neuen Finanzierungsform.

Wie im Wirtschaftsleben üblich lohnt auch hier ein Vergleich, um den passenden Anbieter mit den günstigsten Kosten und Rahmenbedingungen auszuwählen. Das Dienstleistungsspektrum, Schwerpunkte und Erfahrungen sind bei den Anbietern zudem nicht identisch und machen einen Vergleich lohnend.

Besondere Aufgabestellungen bestehen insbesondere bei Einkäufen im Ausland wie zum Beispiel in Fernost, Verschiffung der Waren aber auch durch Vorkassen oder durch einen mehrstufigen Einkauf, weil Unterlieferanten eingeschaltet werden.

Angebotsvergleich

Hier ist interessierten Unternehmen zu raten einen qualifizierten Angebotsvergleich durchzuführen, um den passenden Wareneinkaufsfinanzierer zu optimalen Konditionen und bestem Service  zu finden.

Auch wenn  Unternehmer / Unternehmerinnen die Qual der Wahl haben,  müssen sie nicht mit allen  Anbietern in Sondierungsgespräche treten bzw. eine Zusammenarbeit testen.

Die atevis AG kennt den Markt und hat den Kontakt zu den handelnden Personen in die jeweiligen Einkaufsfinanzierungsgeselslchaften. Sie sagen uns, was Ihr Unternehmen sucht und benötigt und wir bringen A mit B zusammen. 

Es ist eine Win-Win-Situation für Einkaufsfinanzierer und Interessenten.  Weil die  Einkaufsfinanzierer  kein identisches Leistungsspektrum haben, ist es auch hilfreich für die Anbieter nur die Anfragen zu erhalten, die in das Angebotsportfolio passen. Die Vorauswahl durch die atevis  AG  erspart den Finetradinggesellschaften  Zeit und Aufwand bei der Prüfung  von Anfragen und wird daher  auch gerne entsprechend honoriert.

„Auswahl und die Ansprache von passenden Einkaufsfinanzierern ist ein Service, den wir für Unternehmen weiterhin kostenfrei anbieten werden, da  wir dafür eine adäquate Fee vom Finetrader erhalten, ansonsten müsste ein Beratungshonorar  berechnet werden“, so Bodo Kibgies Vorstandsmitglied der atevis AG.

   . . . zum vergrößern bitte anklicken.

Atevis bringt A und B zusammen . . . wir kennen den Markt!


  • BAS Finetrading GmbH
  • Capflow AG
  • D.I.E. Handelskontor AG
  • Deutsche Einkaufsfinanzierer GmbH
  • DFT Deutsche Finetrading AG
  • DGE Deutsche Gesellschaft für Einkaufskapital mbh & Co. KG
  • ELBE Finanzgruppe GmbH
  • Entrafin GmbH
  • J&T Beteiligungs-GmbH
  • Tradico GmbH
  • WCF Finetrading GmbH

Stand 07.2016 | keine Gewähr der Vollständigkeit

Einkaufsfinanzierung

Wenn es um die Finanzierung von Wareneineinkäufen geht spricht man von Einkaufsfinanzierung oder auch vom Finetrading. Hierbei handelt der Finetrader als Zwischenhändler zwischen  dem Lieferanten und Abnehmer und finanziert die Bestellung des Käufers vor.  Der Finetrader zahlt unter möglichst großer Skontonutzung an den Lieferanten und gewährt dem Käufer ein maximales Zahlungsziel von 120 Tagen.

Das Konzept

Die Wareneinkaufsfinanzierung bietet eine dauerhafte Alternative zu den bestehenden Kontokorrentrahmen oder eine Erweiterung der aktuell bestehenden Banklinien.

Gerade durch die enormen Veränderungen, die sich durch „Basel II + Basel III“ (neue internationale Eigenkapitalregeln für Banken) bei der Kreditvergabe der Banken ergeben, ist es für mittel-ständische Unternehmer wichtiger denn je, sich eine funktionierende Finanzierungsalternative aufzubauen.

Unternehmensfinanzierung im Umbruch

Darstellung eines alternativen Finanzierungsinstruments zur Finanzierung des Working Capital,

Die Finanzierung des deutschen Mittelstandes ist ein in den letzten Jahren an Brisanz stetig wachsendes Thema. Feststellen lässt sich heute, dass sich die Anforderungen an die zu finanzierenden Unternehmen in den letzten Jahren erhöht haben und sich mit Sicherheit in den nächsten Jahren weiterhin erhöhen werden.

Die gute Bonität eines Unternehmens muss zukünftig bei der Planung eines erfolgreichen Unternehmenskonzeptes einen noch höheren Stellenwert einnehmen, als dies in der Vergangenheit schon der Fall war. 

So sollte auf eine 

  • hohe Eigenkapitalquote, einen
  • hohen Kapitalrückfluss, einer guten
  • Gesamtkapitalrentabilität und guten
  • Liquiditätskennzahlen Wert gelegt werden.

Weiterhin erscheint es für viele deutsche Unternehmen ratsam, sich bezüglich ihrer Finanzierung neu zu orientieren und dem internationalen Trend zu folgen, alternative Finanzierungsinstrumente (z.B. Factoring) zu prüfen und in Anspruch zu nehmen.

Gefragt sind pragmatische Lösungen. Finanzierungen, die kurzfristig verfügbar sind und die schnell über die akuten Liquiditätsengpässe hinweg helfen.

Den Wareneinkauf finanzieren

Um den Wareneinkauf zu finanzieren, bedient sich eine Vielzahl von Unternehmen den bei Lieferanten so unbeliebten Lieferantenkrediten. Diese führen jedoch bei den Lieferanten bei häufiger Inanspruchnahme zu Liquiditätsengpässen, wie auch bei den einkaufenden Unternehmen zu einer schlechten Verhandlungsposition bezüglich den Konditionen des Wareneinkaufes. 

Wareneinkaufsfinanzierung als Alternative

  • Wareneinkaufsfinanzierung bedeutet die Übernahme des Produkteinkaufs durch den Einkaufsfinanzierer für Ihre Kunden, die Warenabnehmer sind.
  • Der Warenabnehmer sucht sich dabei sein gewünschtes Produkt beim Lieferanten aus.
  • Der Einkaufsfinanzierer wird informiert und bestellt das Produkt beim Lieferanten.
  • Sie veräußert das Produkt an den Abnehmer und bezahlt den Lieferanten unverzüglich nach Rechnungsstellung unter Inanspruchnahme des Skontos.
  • Der Einkaufsfinanzierer übersendet eine Rechnung an den Abnehmer mit einem Zahlungsziel von bis zu 4 Monaten.

Kosten?

Die Anbieter haben i.d.R. ein flexibles Gebührensystem, das heißt, dass die Stundungsgebühren für die Verlängerungszeiträume für den jeweiligen Kunden gesondert ermittelt werden.

Ausschlaggebend für die Kosten einer Einkaufsfinanzierung ist die eigene Bonität, das Umsatzvolumen und die länge der Inanspruchnahme der Einkaufsfinanzierung. 

Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, dass die Rechnung innerhalb der Gebührenzeiträume flexibel zurückgezahlt werden kann.

Das bedeutet, die Gebühren berechnen sich auf die tatsächlich in Anspruch genommenen Verlängerungstage. Dies ermöglicht die Liquidität des Unternehmens optimal zu steuern und die Verbindlichkeiten gegenüber dem Einkaufsfinanzierer an dem für das Unternehmen optimalen Zeitpunkt zurückführen.

Erfolgskomponenten der Einkaufsfinanzierung

  • Die Abnehmer erhalten einen Zahlungsaufschub von bis zu 4 Monaten. 
  • Die Unternehmen können den Betrag flexibel bezahlen.
  • Eine Zinszahlung muss nur für wirklich in Anspruch genommenen
    Zahlungsaufschübe erfolgen.
  • Neue Einkaufsfinanzierungsgeschäfte  sind bis maximal 12 Mal im Jahr möglich.
  • Durch Einkaufsfinanzierung wird die Verhandlungsposition des Abnehmers gegenüber seinen Lieferanten verbessert.
  • Schonung bestehender Kreditlinien und Sicherheiten bei der Hausbank.
  • Darüber hinaus kann sich bei Einkaufsfinanzierung, je nach Zielsetzung des Abnehmers, ein zusätzlicher Vorteil gegenüber anderen Finanzierungsinstrumenten ergeben.

Erfolgskomponenten beim Lieferanten:

  • Bei der Durchführung von einer Einkaufsfinanzierung treten keine Zahlungsver-zögerungen mehr beim Abnehmer auf. Der Lieferant erhält sofort nach der Lieferung sein Geld.
  • Damit besteht auch kein Risiko eines Forderungsausfalls mehr.
  • Mahnverfahren und Rechtsverfolgungskosten entfallen damit ebenfalls.
  • Dadurch verbessert sich die Liquidität beim Lieferanten. Aus diesem Grunde kann der bisherige Kontokorrentkredit geschont oder auf den tatsächlichen Bedarf zurück gefahren werden. 
  • Dadurch verbessert sich das Rating des Unternehmens. Dies führt wiederum dazu, dass er leichter insbesondere langfristige Kredite von seiner/n Bank/en für wichtige Investitionsentscheidung erhalten kann.  

Weitere Informationen zu Anbieter von Einkaufsfinanzierung | Finetrading im deutschsprachigen Raum finden Sie auf www.einkaufsfinanzierung.biz.

Wenn größere Aufträge finanziert werden sollen, weil zwischen Materialeinkauf, Beschaffung, Produktion, Lieferung bis zum tatsächlichen Zahlungseingang des Kunden längere Zeiträume liegen, greifen Firmen auf Vorfinanzierer zurück, die auch als Auftragsfinanzierer bezeichnet werden.
Damit werden mögliche Liquiditätsengpässe verhindert und der Lieferant kann auch größere Aufträge annehmen ohne zusätzliche Bankkredite in Anspruch zu nehmen.

Auftragsfinanzierung

Grundvoraussetzung für eine bankenunabhängige Auftragsfinanzierung ist, dass Sie folgende Fragen mit abhaken können.  

 Jahresumsatz mehr als 5 Mio. Euro                         
 Positive Geschäfts- und Ergebnisentwicklung           
 Etablierte Lieferanten- und Kundenstruktur              
 Konkreter Geschäftskunden-Auftrag als Grundlage der Finanzierung vorhanden                                     
 Auftragsvolumen größer als 100.000 Euro                
 Finanzierungsbedarf bis 70% der Auftragshöhe         
 Finanzierungslaufzeit zwischen 1 und 6 Monaten

Fragen und Antworten 

Im Nachfolgenden werden die häufigsten Fragen im Zusammenhang mit einer Auftragsfinanzierung beantwortet. HRP möchten betonen, dass die Finanzierungskriterien als eine Art „Leitplanke“ zu verstehen sind, innerhalb derer sich Finanzierungen grundsätzlich realisieren und darstellen lassen.

Jede Auftragsfinanzierung ist jedoch individuell und macht die Entscheidung vom jeweiligen Unternehmen und des zu finanzierenden Auftrages  abhängig und möglich.

Welche Finanzierung wird ermöglicht?
Die Auftragsfinanzierung ermöglicht die Vorfinanzierung von Geschäftskunden-Aufträgen (B2B) für  mittelständische Unternehmen.

Welche Unternehmensmerkmale weisen die Kunden einer Auftragsfinanzierung auf?
Die Kunden Auftragsfinanzierung erzielen einen Umsatz von mehr als 5 Mio. Euro mit wachsender Tendenz. Der zu finanzierende Auftrag gehört zum Kerngeschäft des Unternehmens und die Produkte sind markterprobt und technisch ausgereift. Der  Herstellungs- und Absatzprozess ist  mit Vorlieferanten,  Fremdleistungen und Kunden bereits aus vorherigen Aufträgen eingespielt. Das Unternehmen wächst und weist keine strukturellen Probleme (Umsatzrückgang, gekündigte Bankkredite etc.) auf.

Werden bestimmte Branchen von einer Finanzierung ausgeschlossen?
Die Auftragsfinanzierung richtet sich nicht an Unternehmen, die in den Sektoren Bau, Forschung & Entwicklung, Prototypenbau oder in der Herstellung/Vertrieb leicht verderblicher Ware (Obst, Fleisch etc.)  und in der Rüstungsindustrie tätig sind.

Was ist die Grundvoraussetzung für eine Finanzierung?
Die Basis der Finanzierung bildet der konkrete Geschäftskunden-Auftrag (B2B)  und die positiv abgeschlossene Bonitätsprüfung des Unternehmens.

Welche Unterlagen werden vom Auftragsfinanzierer bei einer Finanzierungsanfrage benötigt?
Zur Bonitätsbewertung werden die Unterlagen benötigt, die jedes kaufmännisch ordentlich geführte Unternehmen zeitnah verfügbar hat  (Jahresabschlüsse, akt. BWA, Offene Posten-Listen, Auftragseingang,  Liquiditätsplanung).

Wie lange dauert die Beantragungsdauer bzw. Auszahlung der Finanzierung?
Das Geschäftsmodell der Auftragsfinanzierung ist auf mittelständische Unternehmen ausgerichtet, die ihrerseits auf Kundenanfragen zeitlich schnell und flexibel reagieren müssen.  Aus diesem Grund ist eine Umsetzung  der Finanzierung  in weniger als 3 Wochen möglich und angestrebt. 

Von welchen Unternehmen wird die Auftragsfinanzierung eingesetzt?
Erfolgreich wachsende Unternehmen können vor der Herausforderung stehen, die die zeitliche Verfügbarkeit der Liquidität mit sich bringt. Im Spannungsfeld zwischen Materialeinkauf, Produktion, Lieferung und Zahlungsziel des Kunden kann ein zeitlicher Liquiditätsengpass entstehen. In diesen Fällen kann das Unternehmen durch den Einsatz der Auftragsfinanzierung Kunden binden, zusätzliche Aufträge annehmen und den Umsatz und Gewinn steigern.  

Welcher Vertrag wird zur Finanzierung abgeschlossen?
Das rechtliche Konstrukt der Finanzierung bildet eine Inhaber-Schuldverschreibung des Unternehmens. Die Inhaber-Schuldverschreibung ist ein Wertpapier  und wird in der Bilanz des Unternehmens unter den sonstigen Verbindlichkeiten verbucht.

Müssen Sicherheiten geleistet werden?
Dies ist vom Einzelfall abhängig. Grundsätzlich wirkt sich die Stellung von Sicherheiten positiv auf die Finanzierungsentscheidung des Auftragsfinanzierers aus.

Welche Laufzeiten können vereinbart werden?
Die Finanzierungslaufzeit ist individuell  auf den zugrunde liegenden Auftrag abgestimmt und beträgt insgesamt maximal 6 Monate. Es können auch sich bereits in der Produktion/Handel befindliche Aufträge finanziert werden.

Was passiert wenn der Auftrag bzw. Zahlungseingang des Kunden sich verzögert?
Beim Festlegen der Finanzierungslaufzeit sollte ein ausreichender Zeitraum, der auftragsbezogene Verzögerungen in der Abwicklung berücksichtigt, mit einkalkuliert werden. Nach Fälligkeit der Finanzierung ist der Auftragsfinanzierer ein mit allen Rechten ausgestatteter Gläubiger des Unternehmens.

Welche Pflichten hat das Unternehmen während der Finanzierungslaufzeit?
Während der Finanzierungslaufzeit informiert das Unternehmen über den Fortschritt des Auftrages und über die Entwicklung des monatlichen Gesamtergebnisses (BWA).

Was ist der Unterschied zum Factoring?
Beim Factoring hat das Unternehmen die Leistung bereits erbracht und die Rechnung an den Kunden gestellt.  Danach überweist die Factoringgesellschaft den Kaufpreis an das Unternehmen.

Die Auftragsfinanzierung setzt zeitlich vor dem Factoring ein. Bereits bei Vertragsabschluss ist die Auszahlung des Kapitals möglich. Somit kann das Unternehmen die Mittel für die laufende Finanzierung des Auftrages (z.B. Materialeinkauf, Fremdleistungen etc.) flexibel verwenden.

Zum Weiteren ist die Factoringlösung eine auf Dauer ausgelegte Geschäftsbeziehung mit allen Rechten und Pflichten des Unternehmens und der damit einhergehenden dauerhaften Kostenbelastung. 

Die Auftragsfinanzierung ist eine punktuell einsetzbare Variante der Unternehmensfinanzierung ohne dauerhafte Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb.

Ist eine Kombination von Auftragsfinanzierung und Factoring möglich?
Selbstverständlich ist diese Kombination möglich. Bei der Wahl der Finanzierungslaufzeit wird die Zahlung durch die Factoringgesellschaft berücksichtigt und darauf abgestimmt.

Welche Finanzierungskosten entstehen für das Unternehmen?
Die Kosten der Finanzierung setzen sich aus einem

  • Disagio i.H.v. X% und einem bonitätsabhängigem
  • Zins zwischen X-Y% p.a. zusammen. 

Mit dem vom Auftragsfinanzierer zur Verfügung gestellten Kapital kann z.B. die Skontoziehung bei Materialeinkäufen realisiert werden, was eine merkliche Kostenreduktion darstellt.

Kann die Finanzierung vorzeitig zurückgezahlt werden?
Ja, die vorzeitige Rückzahlung der Finanzierung ist jederzeit möglich. In diesem Fall wird der bonitätsabhängige Zins nur für die tatsächlich in Anspruch genommene Finanzierungslaufzeit berechnet.

Welche Faktoren spielen bei der Abwägung der Auftragsfinanzierungskosten eine Rolle?
Bei der Entscheidung über den Einsatz der Auftragsfinanzierung sollte der Unternehmer  sich folgende Fragen beantworten:

  • Wie hoch ist die Gewinnmarge vor Abschreibungen und Zinsen für den zu finanzierenden Auftrag?
  • Wie viel Prozent dieses Auftrages  soll durch den Auftragsfinanzierer finanziert werden  und wie hoch wird dadurch  der Gesamtgewinn belastet?
  • Wie viel Skonto/Rabatt beim z.B. Materialeinkauf kann ich durch Auftragsfinanzierung erzielen?
  • Welche positiven Signale werden durch Vorkasse/Skontoziehung bei Lieferanten gesetzt?
  • Werden durch zusätzliche Liquidität neue Möglichkeiten der Bankenfinanzierung eröffnet? 
  • Wie positiv wirkt sich die zusätzliche Kapitalausstattung auf die Kundenbeziehung aus?
  • Wird  etwaigen unangenehmen Liquiditätsengpässen vorgebeugt?
  • Welche Alternativen gibt es, die punktuell und flexibel eingesetzt werden können?

Mit der Auftragsfinanzierung hat das Unternehmen die Möglichkeit, die Herausforderungen der zeitlichen Verfügbarkeit von Liquidität zu meistern und zusätzlichen Umsatz und Gewinn zu erwirtschaften.

Einkaufsfinanzierung - Finetrading ist ein Geschäftsmodell das nach der Finanzkrise in den Jahren 2008/2009 und der damit einhergehenden Verschärfung der Bankenaufsicht - Stichwort: Basel II - stark an Bedeutung und Dynamik für den Mittelstand gewonnen hat. 

Wie sind Einkaufsfinanzierer und ihr Geschäftsmodell in Zusammenhang mit der Erlaubnispflicht des § 32 Abs. 1 Satz 1 des Kreditwesengesetzes (KWG) zu sehen. 

Beim Finetrading verpflichtet sich der Einkaufsfinanzierer im Rahmen einer Vereinbarung mit einem Unternehmen (= Abnehmer), die Waren beim Lieferanten im Nahmen des Abnehmers, jedoch auf eigene Rechnung anzukaufen und vollständig zu bezahlen. 

Die Waren wird vom Lieferanten direkt an den Abnehmer gesendet.

Nach Kontrolle der Ware und Feststellung der einwandfreien Lieferung wird der Abnehmer vom Einkaufsfinanzierer zur Zahlung aufgefordert.

Je nach der zugrunde liegenden Vereinbarung zwischen dem Einkaufsfinanzierer und dem Unternehmen (=Abnehmer) kann die Zahlung bis zu 4 Monaten gestundet werden. Für die Stundung wird eine Gebühr fällig. 

  • Vorteil Lieferant: Er bekommt sofort sein Geld und kein Ausfallrisiko des Abnehmers.
  • Vorteil Abnehmer: Er gewinnt Zeit und kann die Ware verarbeiten und Geld damit verdienen. 

Die Zahlung des Abnehmers kann - je nach Vereinbarung - in Raten oder endfällig vereinbart werden. 

Die Frage die sich bei der Tätigkeit der Einkaufsfinanzierer stellt, ist, ob diese Geschäfte der Erlaubnispflicht des § 32 KWG unterliegen. 

Der Finanzierungseffekt tritt durch das verlängerte Zahungsziel (bis zu 4 Monaten) ein, welches der Einkaufsfinanzierer dem Abnehmer im Rahmen der bestehenden Verträge gewährt. 

In einem ersten Kaufvertrag kauft der Einkaufsfinanzierer die Waren vom Lieferanten und diese wird dann sofort in einem zweiten Kaufvertrag an den Abnehmer weiterverkauft.

Der Einkaufsfinanzierer hat somit kein Absatzrisiko der im "ersten Kaufvertrag" gekauften Ware. Dieses liegt beim Abnehmer. Der Einkaufsfinanzierer ist somit kein klassischer (Zwischen-)Verkäufer sondern Intermediär zwischen Lieferant und Abnehmer.

  • Zielsetzung des Handelns: Liquidität gegen Entgelt. 

Rechtlich gesehen handelt sich bei Finetrading um zwei hintereinander geschaltete Kaufverträge und erfüllen somit nicht den Tatbestand eines erlaubnispflichtigen Bankgeschäftes nach dem KWG. 

Finetrading stellt - Stand Heute - auch keine Finanzdienstleistung im Sinne des §1 Abs. 1a KWG dar, so dass Finetrading keine Unterart des (Reverse-) Factoring (§ 1 Abs 1a Satz 2 Nr. 9 KWG) , trotz gewisser Parallelen, ist.

Fazit

Einkaufsfinanzierungslösungen kann nach aktueller Gesetzeslage, ohne unter die Aufsicht der BaFin zu fallen, angeboten werden, wenn der Einkaufsfinanzierer - Finetrader - als "unechter Zwischenhändler" eingeschaltet wird. 


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